Wechseljahre verstehen: Was die Menopause mit Körper und Psyche macht
Shownotes
Martin Krenek-Burger/Springer/Eleven Labs
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00:00:00: Sie hören Weiblichkeit im Wandel von Sabine Spitzer-Prohaska erschienen in der Ärztewoche.
00:00:10: Die Zusammenfassung des Artikels wird von einer KI generierten Stimme vorgelesen.
00:00:15: Wechseljahre sind mehr als ein hormoneller Umbruch, sie verändern Körper, Identität Beziehungen und gesellschaftliche Rollen.
00:00:24: Psychotherapeuten begleiten Frauen daher nicht nur bei Beschwerden und Krisen sondern unterstützen sie auch dabei neue Perspektiven, Rollen und Lebensentwürfe zu entwickeln.
00:00:35: Die kreative Phase Post-Menopause Frauen über fünfzig sind heute gesünder aktiver und selbstbestimmter als frühere Generationen.
00:00:46: dennoch bleiben die Wechseljahre häufig ein Tabuthema.
00:00:49: In der psychotherapeutischen Praxis suchen Frauen mittleren Alters wegen Depressionen Ängsten Trennungen oder Sinnkrisenhilfe.
00:00:57: Neben biografischen Erfahrungen und äußeren Belastungen können hormonelle Veränderungen daran beteiligt sein.
00:01:03: Psychotherapeuten sollten die Wechseljahre daher als biologischen, psychischen und sozialen Übergang verstehen.
00:01:11: Wir sind Millionen.
00:01:14: In Deutschland befinden sich rund neun Millionen in Österreich etwa eine Million Frauen in den Wechsel Jahren.
00:01:20: mehr als zwanzig Prozent der Frauen sind postmenopausal.
00:01:24: das Thema betrifft auch ihre Partner Familien Freunde und Kollegen.
00:01:29: Der Körper im Umbau.
00:01:32: Mit der Menopause enden körperliche Beschwerden nicht zwangsläufig.
00:01:36: Manche Symptome treten erst jetzt auf oder verstärken sich, sinkt der Östrogenspiegel können Knochendichte und Gefäßschutz abnehmen.
00:01:44: Damit steigen die Risiken für Osteoporose, Frakturen- und Herzkreislauferkrankungen.
00:01:50: Der Stoffwechsel beeinflusst Gewicht und Fettverteilung.
00:01:53: auch Haut und Haare verändern sich.
00:01:56: Hinzu kommen Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit, der sogenannte Brainfork den Schlafmangel verstärken kann.
00:02:04: Den Umbau unterstützen Bewegung Ausgewogene Ernährung und Stressmanagement können den Wandel erleichtern.
00:02:12: Psychotherapie vermittelt wissen und unterstützt die Selbstfürsorge.
00:02:16: Frauen sollten sich fundiert informieren Und Ärzte mit Erfahrung in der Menopause Medizin aufsuchen statt sich mit einem.
00:02:23: Das ist normal da müssen sie durch abzufinden.
00:02:26: Auch eine Hormonersatztherapie kann in Frage kommen, verlangt aber eine fundierte ärztliche Beratung.
00:02:32: Im Psychodrama fördern etwa Rollenwechsel mit schmerzenden Körperteilen das Verständnis für den eigenen Körper.
00:02:39: Physiodramatische Rosenrunde.
00:02:42: Der Wandel bringt auch Entlastungen.
00:02:44: Mit der Regelblutung entfallen Beschwerden und Hygienemaßnahmen.
00:02:48: Viele Frauen entwickeln mehr Gelassenheit, Selbstwert- und Aufmerksamkeit für die eigenen Bedürfnisse.
00:02:55: Die innere Bühne Körperliche Veränderungen wirken auf Selbstbild und Identität.
00:03:02: Stimmungsschwankungen, innere Unruhe und Lustlosigkeit können einer Depression ähneln.
00:03:07: Der Abschied von Jugend- und Fruchtbarkeit kann Trauer auslösen.
00:03:11: Neue Rollen sind häufig unklar geeignete Vorbilder fehlen.
00:03:15: Wer bin ich jetzt?
00:03:16: Wie möchte ich leben?
00:03:18: Welche Ziele kann ich noch erreichen?
00:03:20: Der Rückblick kann stolz wecken aber auch Scham oder Schuld wegen vermeintlicher Fehlentscheidungen.
00:03:27: Auch die Erkenntnis, dass manche Ziele unerreichbar geworden sind verlangt einen Abschiedsprozess.
00:03:33: Auf der inneren Bühne navigieren.
00:03:37: Psychodramatische Rollenwechsel Symbolarbeit sowie kreative Arbeit mit Texten und Farben helfen innere Dynamiken zu verstehen Und das Selbstbild neu zu gestalten.
00:03:48: Zukunftsproben machen neue Rollen- und Lebensentwürfe erfahrbar.
00:03:52: Rund um mich auch Beziehungen verändern sich.
00:03:57: Nach dem Auszug der Kinder müssen Nähe und Alltag neu gestaltet werden.
00:04:01: Großmütter erleben die Zeit mit Enkeln oft als bereichernd, benötigen aber Grenzen damit Betreuung nicht selbstverständlich wird.
00:04:09: Freundschaften können durch Tod, Konflikte, Pensionierung oder sozialen Rückzug verloren gehen.
00:04:14: Kontakte allein schützen Nicht-Voreinsamkeit wenn die Beziehung zu sich selbst belastet ist.
00:04:20: auch Partnerschaften geraten in Bewegung.
00:04:22: Nach dem Auszug der Kinder zeigt sich deutlicher, ob gemeinsame Interessen geblieben sind.
00:04:27: Langjährige Konflikte, ungleiche Arbeitsteilung oder aufgeschobene Entscheidungen können zur Trennung führen.
00:04:34: Grey Divorce bezeichnet Scheidungen bei denen mindestens ein Partner über fünfzig ist.
00:04:39: Ihre Zahl hat sich in Österreich zwischen nineteen hundert fünfund achtzig und zweitausend neunzehn vervierfacht.
00:04:46: Nähe, Distanz und neue Bezüge.
00:04:50: Die Arbeit mit dem sozialen Atom bildet Beziehungen anschaulich ab.
00:04:54: Rollenspiele helfen, Muster zu erkennen, Grenzen zu setzen und Lösungen für Konflikte zu erproben.
00:05:01: Für Trauerprozesse eignen sich etwa der leere Stuhl oder der Garten der Erinnerung im Spiegel der Gesellschaft.
00:05:10: Im Beruf zeigen sich Wechseljahresbeschwerden unter anderem als Nervosität, Konzentrationsprobleme oder Überforderung.
00:05:18: Mehr als die Hälfte der befragten Frauen erlebt die Wechseljahre am Arbeitsplatz als Tabuthema und Vermisstunterstützung.
00:05:25: Beschwerden können dazu führen, dass Frauen ihre Arbeitszeit reduzieren oder die Stelle wechseln.
00:05:31: Zugleich bleiben Frauen um fünfzig in Werbung, Film- und Fernsehen oft unsichtbar.
00:05:35: Zwischen jungen und klischeehaft dargestellten alten Frauen klafft eine Repräsentationslücke Die Segel neu setzen.
00:05:45: Die Wechsel Jahre bieten die Chance soziale Normen zu hinterfragen neue Identitäten zu erproben und andere Wege der Selbstverwirklichung zu entdecken.
00:05:54: Soziodrama- und Rollenspiel machen Stereotype sichtbar, und eröffnen neue Handlungsmöglichkeiten.
00:06:04: Mit dem Wandel Rückenwerte Glaubenssätze Und die eigene Endlichkeit stärker ins Bewusstsein.
00:06:09: Der bevorstehende Ruhestand und der Verlust geliebter Menschen werfen die Frage auf was zählt und wie die kommenden Jahre gestaltet werden sollen.
00:06:18: Fazit für die Praxis Die Wechseljahre sind kein Ende, sondern ein Übergang.
00:06:25: Psychotherapie kann Räume für Veränderung öffnen in denen Frauen alte Rollen prüfen neue Möglichkeiten entwickeln und ihren Weg zu mehr Freiheit, Authentizität und Selbstbestimmung finden.
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